Seit Wiederaufflammen des Bürgerkriegs im Jahr 2006 sind zivile Reisen nach Jaffna nicht mehr möglich.
Nachdem im Februar 2002 ein Waffenstillstandsabkommens zwischen der Regierung und der LTTE in Kraft getreten war, konnten Touristen auch den tamilischen Norden und Osten Sri Lankas wieder bereisen.
Der einfachste Weg, um nach Jaffna zu reisen, ist ein Inlandsflug ab Ratmalana Airport, 15 Kilometer südlich von Colombo gelegen. Jaffna wird mehrmals täglich von verschiedenen lokalen Fluglinien angeflogen - ein Hin- und Rückflug-Ticket kostet etwa 80 Euro.
Seit Ende 2001 das Handelsembargo für die Jaffna-Halbinsel aufgehoben wurde, das die Einfuhr für fast alle Waren außer Lebensmitteln in den Norden Sri Lankas verbot, hat sich Jaffna zu einer aufblühenden Stadt entwickelt.
Besonders sehenswert ist das Bazar-Viertel - mit der Pettah in Colombo vergleichbar - und der Hindutempel im Vorort Nallur, einer der schönsten der Insel.
Die Innenstadt Jaffnas ist zwar schon wieder weitgehend aufgebaut, in den Randbezirken und besonders entlang der Küste sind die Auswirkungen des Bürgerkrieges jedoch nicht zu übersehen.
Auch ist das Reisen auf dem Rest der Halbinsel noch durch militärische Sperrbezirke eingeschränkt.
Bis zum 16. Jahrhundert war die Jaffna-Halbinsel ein wenig bedeutendes Königreich unter der Herrschaft der indisch-tamilischen Chola-Dynastien - weitgehend unabhängig von den singhalesischen Königreichen.
Anfang des 17. Jahrhunderts fielen alle historisch bedeutsamen Hindutempel dem missionarischen Eifer der portugiesischen Kolonialmacht zum Opfer. Erst unter den Engländern wurden die Tempel wieder restauriert oder neu aufgebaut. Obwohl "nur" etwas mehr als 200 Jahre alt, sind die Hindutempel auf der Jaffna-Halbinsel sehenswert.